Brandeinsatz
Datum: 16.05.2024

Waldbrand am Anninger fordert Feuerwehren

Waldbrand im Mödlinger Anningerforst führt zu Großeinsatz

Im Mödlinger Waldgebiet, einem Teil des Wienerwalds, sind am 15. Mai 2024 mehr als 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr bei der Bekämpfung eines Waldbrandes im Einsatz gestanden.

Gegen 16:00 Uhr rückten die Freiwilligen Feuerwehren Hinterbrühl, Gaaden und Mödling zum Brandeinsatz in den Anningerforst aus. Mehrere Anrufer meldeten starke Rauchentwicklung zwischen dem Dreistundenweg und dem Grenzweg, konnten jedoch keine genauen Angaben zur Örtlichkeit der Brandstelle machen.

Der Brandherd konnte erst unter Zuhilfenahme einer Drohne mit Wärmebildkamera und in weiterer Folge eines zwischenzeitlich eingetroffenen Hubschraubers des Innenministeriums auf einem schwer zugänglichen Bergrücken im Einsatzgebiet der Feuerwehr Mödling lokalisiert werden. Zu diesem Zeitpunkt waren bereits ca. 2.000 m² Fläche vom Bodenfeuer im Föhrenwald betroffen, wobei sich der Brand durch den Wind rasch ausbreitete.

Umgehend wurde mit den zwei Sonderfahrzeugen Polaris der Feuerwehr Mödling sowie durch zusätzliche Bodentrupps der Feuerwehren Gaaden und Hinterbrühl begonnen, die Ausbreitung des Bodenfeuers zu minimieren. Die tatsächliche Einsatzstelle war nur zu Fuß erreichbar. Das gesamte Material musste somit im steilen Gelände und abseits der Waldwege getragen werden. Dabei wurden Löschrucksäcke und spezielle Bodenbearbeitungswerkzeuge eingesetzt.

Zeitgleich wurde durch weitere Kräfte aus Gaaden und Hinterbrühl eine 300 Meter lange Zubringleitung vom Grenzweg bis zur Brandstelle verlegt. An der Brandstelle selbst wurde mit kleineren Schläuchen (D-Schläuchen) gearbeitet, um das Wasser zielgerichtet und sparsam einzusetzen. In Spitzenzeiten wurden fünf Strahlrohre gleichzeitig eingesetzt. Zur Wasserversorgung wurde ein Pendelverkehr mit sechs Tanklöschfahrzeugen von den Hydranten im Priesnitztal und im Kiental eingerichtet. Parallel dazu wurde im Bereich der Meiereiwiese die Einsatzleitung aufgebaut.

Um genügend Einsatzkräfte für die körperlich sehr herausfordernde Arbeit in Bereitschaft zu haben, entschloss sich die Einsatzleitung bereits in der Anfangsphase, die Waldbrandgruppe des Bezirks Mödling (Teil des Sonderdienstes Waldbrandbekämpfung) mit Fahrzeugen der FF Gumpoldskirchen und der FF Breitenfurt zu alarmieren. Weiters wurden Hubschrauber zur Unterstützung der Löscharbeiten aus der Luft und der Flugdienst Süd des NÖ Landesfeuerwehrverbandes (stationiert bei der Feuerwehr Wiener Neustadt) angefordert. In weiterer Folge wurde entschieden, den Einsatz in drei Einsatzabschnitte (Brandstelle, Pendelverkehr und Flugdienst) zu teilen.

Der Löschhubschrauber wurde in Zusammenarbeit der Feuerwehr Wiener Neudorf und der Feuerwehr Mödling an der Meiereiwiese befüllt. Dabei wurden an die 10.000 Liter Löschwasser über der Brandstelle abgeworfen. Auch eine mobile Tankstelle des Niederösterreichischen Landesfeuerwehrverbandes zur Betankung der Hubschrauber wurde auf der Meiereiwiese stationiert.

Zwischenzeitlich unterstützten weitere Hubschrauber den Einsatz. Darunter auch ein FLIR-Hubschrauber des Innenministeriums mit einer Wärmebildkamera, um letzte Glutnester aufzuspüren.

In den Abendstunden konnte „Brand aus“ gegeben werden. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Die rund 100 Einsatzkräfte von sieben Feuerwehren waren mit ca. 30 Fahrzeugen und in Summe vier Hubschraubern im Einsatz. In der Nacht blieb eine Brandwache mit Kräften der Waldbrandgruppe des Bezirks und der Feuerwehr Mödling vor Ort.

Wiedereinmal mehr hat sich die großartige Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen, der Feuerwehren, der beteiligten Sonderdienste, des Rettungsdienstes, sowie der Polizei unter Beweis gestellt. Dabei haben sich die in den vergangenen Jahren getätigten Investitionen in Ausbildung und Gerät bezahlt gemacht“, so Einsatzleiter Kommandant der Feuerwehr Mödling Werner Hauser.

Fotos: Pressestelle BFK Mödling / Seyfert & Pressestelle Feuerwehr Mödling

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