Feuerwehr Mödling setzt auf neues Ausbildungskonzept im Zuge der Grundausbildung
Am Sonntag den 19. April wurde das erste Modul der Mannschaftsausbildung mit dem Schwerpunkt Menschenrettung abgehalten. Im Mittelpunkt der Ausbildung standen die Menschenrettung nach Verkehrsunfall und die Verwendung von Hebekissen.
Bereits gegen 07:30 Uhr konnte Zugskommandant Paul-Thorwald Fastner, als Hauptverantwortlicher für das neue Ausbildungskonzept der Grundausbildung, zehn TeilnehmerInnen und drei Ausbilder im Lehrsaal begrüßen. Nach einer kurzen Theorieeinheit zu den Grundlagen des technischen Einsatzes stand bereits praktisches Arbeiten auf dem Programm. Neben der Fahrzeug- und Gerätekunde, dem Aufbau eines Geräteablageplatzes und dem Sichern und Stabilisieren von Unfallfahrzeugen, wurden am Vormittag auch bereits erste Grundlagen zur Menschenrettung an einem Unfallfahrzeug praktisch veranschaulicht. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden die TeilnehmerInnen in zwei Gruppen aufgeteilt und konnten in über zwei Stunden mit den Ausbildnern Wolfgang Freiler, Stefan Wolf, Florian Steiner und Michael Buhn die technische Menschenrettung an Unfallfahrzeugen praktisch beüben. Besonders im Mittelpunkt stand das sichere Arbeiten mit den hydraulischen Rettungsgeräten. Die Schaffung einer kleinen und großen Seitenöffnung bis hin zur Dachabnahme konnten praktisch erlernt werden. Im Anschluss folgte die letzte Einheit des Tages in welcher der Umgang mit Hebekissen gefestigt wurde.
Auch das für die Ausbildung verantwortliche Kommandomitglied Kommandant-Stellvertreter Peter Kolar stattete den TeilnehmerInnen einen Besuch ab und zeigte sich von den Leistungen beeindruckt: "Mit der Einführung der neuen Mannschaftsausbildung als erweiterte Basisausbildung erhoffen wir uns angehenden Kameradinnen und Kameraden bereits frühzeitig eine fundamentierte praktische Ausbildung zu ermöglichen. Besonders bedanken möchte ich mich bei allen Ausbildnern die ihre Zeit ehrenamtlich in die Organisation und Durchführung der Ausbildung investieren". Ausbildungsleiter Stefan Wolf und Zugskommandant Paul-Thorwald Fastner sind sich einig: "Mit der Einführung der neuen Ausbildung sind unsere neuen KameradInnen noch besser auf den Einsatz vorbereitet".
Das neue Ausbildungskonzept der Grundausbildung im Detail
Mit den Neuwahlen des Feuerwehrkommandos im Jänner folgten auch strukturierte Änderungen in der Organisation der Feuerwehr Mödling. Unter anderem wurde ein zusätzlicher dritter Zug eingerichtet in dem die sogenannte Ausbildungsgruppe (3. Zuge 2. Gruppe) situiert ist. In dieser Gruppe befinden sich KameradInnen in den ersten Jahren Ihrer Ausbildung, ehe sie nach Abschluss vordefinierter Ausbildungen von der Ausbildungsgruppe in die anderen Gruppen überstellt werden. Zu diesen vordefinierten Ausbildungen zählen unter anderem die Basisausbildung, Module auf Bezirksebene und die neu eingeführte Mannschaftsausbildung. Die Basisausbildung wird dabei wöchentlich primärdurch den Gruppenkommandanten der Ausbildungsgruppe, der durch die anderen Chargen des 3. Zuges unterstützt wird, durchgeführt. Die Mannschaftsausbildung wird nach Abschluss der Basisausbildung für die Mitglieder der Ausbildungsgruppe angeboten, um über die durch den NÖ Landesfeuerwehrverband klar vorgegebenen Inhalte der Basisausbildung hinausgehende, praktische Fertigkeiten, zu vermitteln.
Im Zuge dieser Mannschaftsausbildungen werden einmal im Jahr vier Module angeboten. Diese beschäftigen sich mit einsatztechnischen Grundlagen der Bereiche Menschenrettung, Arbeiten mit Handwerkzeugen, Zug- Hebe und Anschlagmittel und dem Branddienst. Organisiert und durchgeführt werden die Übungen durch die Einsatzchargen unter der Organisation der Zugschargen des dritten Zuges. Ziel der Ausbildung soll es sein theoretisch in der Basisausbildung erlerntes Wissen auch in der Praxis zu festigen und umzusetzen. Aufbauend auf die Ausbildung in der Ausbildungsgruppe können dann weitere Ausbildungen auf Bezirks- und Landesebene absolviert werden.
























































