Konferenzteilnahme
Datum: 06.12.2015

Zukunft des Ehrenamtes

Am 4. Dezember veranstaltete der Fundraising Verband Austria die Konferenz „Zukunft des Ehrenamtes“ im Wiener Impact Hub.

Die Feuerwehr Mödling nutzte als eine von zwei Feuerwehren diese Chance um vor allem Einblick in die Systeme rund um das Ehrenamt der sozialen Vorzeigeländern Schweden und Norwegen zu bekommen.

Die Aufstellung der Feuerwehren in Österreich haben zwar einige Gemeinsamkeiten mit Ehrenamt in diversen Gruppierungen bis hin zu offiziellen Vereinen, sind aber doch grundlegend verschieden zum Freiwilligenwesen in unserem Land. Feuerwehren sind in Österreich ja nur vereinsähnlich organisiert, haben jedoch einen klaren gesetztlichen Auftrag und den Status einer Körpferschaft öffentlichen Rechtes. Die Gemeinsamkeit ist jedoch, dass auch Feuerwehren sich um ihre Mitglieder bzw. den Nachwuchs bemüht sein müssen.

Insgesamt konnten einige interessante Informationen mitgenommen werden:

Vortrag aus Schweden

Andreas Ericsson (socialforum.se) erklärte uns während seines Keynote-Vortrages unter dem Namen „Current Trends in Swedens volunteering sector“, dass es in Schweden ca. 200.000 Organisationen im 3. Sektor (also Non-Profit Sektor) gibt. Bei 10 Millionen Schweden gibt es 32 Millionen Mitschliedschaften. Also ist im Durchschnitt jeder Einwohner bei 3 Non-Profit-Orginisationen Mitglied, wobei die städtische Bevölkerung auch in Schweden weniger diesem Durchschnitt folgt!

Die wichtigsten Gründe für die Freiwilligenhilfe sind dabei: Jemand fragte mich (39%), ich selbst engagierte mich (35%) bzw. beide ersten Gründe gemeinsam (24%).

Herauszustreichen ist ebenfalls, dass Personen mit Familie sich überdurchschnittlich hoch an Freiwilligenorganisationen beteiligen. Das verwundert auf den ersten Blick, da man glaube könnte, dass jemand mit familiären Verpflichtungen eher weniger Zeit für ehrenamtliche Tätigkeiten aufbringen kann.

Vortrag aus Norwegen

Morten Johansen von The Association of NGOs sprach in seiner Keynote „From corporatism to individualism – developments in Norwegian civil Society“ über die Entwicklungen in Norwegen.

In Norwegen wird die Feuerwehr nicht zu Freiwilligenorganisationen gezählt.

Trotzdem war es interessant, dass aktuelle Trends zeigen, dass Mitglieder von Non-Profit-Organisationen nicht mehr längerfristig bei einer Organisation oder Verein bleiben, sondern neuerlich einer Art „Activity Shopping“ betreiben. Also ihre Mitgliedschaften bzw. Unterstützung je nach Lebenslage und Interesse kurzfristig zu Verfügung stellen.

Vortrag aus der Schweiz

In der dritten Keynote sprach Fr. Elsbeth Fischer-Roth über das BENEVOL Programm in der Schweiz.

Herauszustreichen ist hier, dass im Rahmen des Freiwilligen-Vermittlungsprogrammes BENEVOL starker Augenmerk auf den Mehrwert von Freiwilligenarbeit und die dadurch erlernten Kompetenzen der Mitarbeiter gelegt wird.

Im Rahmen eines BENEVOL-Dossiers wird dem Freweiwilligen eine Art Arbeitszeugnis ausgestellt, in dem die erlernten Fähigkeiten angeführt werden. Das kann dem Freiwilligen zum Beispiel bei bevorstehenden Job-Bewerbungen von großem Nutzen sein. Diese Art von qualifiziertem Nachweis werden bereits am Arbeitsmarkt wahrgenommen.

 

Siehe auch:

Fundraising Verband Austria

Spendenbericht 2015

Programm der Konferenz (PDF)

impact-hub

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